Selbstfürsorge/ Selbstliebe

SHG Treffen am 27.08.2022

Zu diesem Gruppentreffen hatten wir wieder die Coachtrainerin Frau Petra Keller zu Gast, die mit uns versuchte, nachzufühlen, wieviel Selbstliebe in uns steckt.

Es begann mit einem Brainstorming, bei dem wir testen sollten, welche Begriffe uns dazu spontan einfielen.
Häufig kam „Eigenlob stinkt“ zutage, das unsere Generation nur zu gut kennt. Unsere Eltern und Großeltern, bedingt durch ihre Prägungen des Krieges, hatten uns meist so erzogen und wir stellten fest, dass selbst in der Gegenwart, sofern sie noch leben, ein Lob sehr selten bis gar nicht aus ihrem Munde kommt.
Diesen Graben gilt es zu überspringen und wir hörten von Frau Keller manche Tipps, wie das gelingen könnte.

Zuallererst wurde uns wieder einmal klar, dass wir für uns selbst verantwortlich sind und es dabei nicht um Egoismus geht, sondern um eine Freundschaft mit mir selbst. Dadurch wird man von anderen Menschen unabhängiger und wir vermindern somit die Suche nach der Liebe von unseren Kindern.
Um die immer wiederkommenden Schuldgefühle von uns als Mütter oder Väter zu verringern, brauchen wir eine Abgrenzung zur Selbstkritik und ein Annähern zur Selbstakzeptanz.
Das eigene Leben kann zufriedener und entspannter werden, wenn ich lerne, mich um mich selbst zu kümmern, Dinge zu tun, die mir gut tun und mich so zu akzeptieren, wie ich bin.
Doch die Bedürftigkeit nach Anerkennung und Liebe, die in jedem Menschen wohnt, grenzt eine Selbstliebe ein und steht ihr oftmals im Weg. Wir stellten uns auch die Frage, ob sich die Selbstliebe unserer Kinder mit unserer eigenen Selbstliebe kreuzt.

Somit kamen wir zu dem Ergebnis, dass es eine Gradwanderung ist, wo Egoismus, Narzissmus oder Arroganz anfangen und die „normale“ Selbstfürsorge endet.
Dabei stießen wir u.a. auf einen Bibelvers der genau diese Balance beschreibt: „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst.“ Das möchten wir nun trainieren und sind gespannt, wie es uns gelingen wird.

Foto und Text Sigrid Lang 

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